2. Allersberger Kul T ürchen

Beim Allersberchlied gibt es kein Halten mehr

Josef Sturm

2. Allersberger KulTürchen in der Grundschule

Allersberg (st) Viel zu schnell verflog die Zeit beim 2. KulTürchen in der Grundschule in Allersberg. Am liebsten hätten die Besucher nochmals das ganze Programm von vorne gesehen, so gut hat es allen gefallen. Die Aufführungen der Allersberger Grundschüler unter der meisterhaften Leistung von Konrektor Dieter Rieß waren Spitze und so kann man ohne Einschränkung dem Lob von Rieß zustimmen, der in seinen Dankesworten betonte „Wir haben hervorragende Schülerinnen und Schüler und ein verständnisvolles, ausgezeichnetes Kollegium, das uns diese „Spinnerei" machen lässt." Die Kinder und Lehrer spielten Theater, tanzen und singen in ihrer Freizeit und opfern viele, viele Stunden für die Aufführung.

Doch dass sich die Mühe und Arbeit gelohnt hat, das zeigte der Riesenbeifall bei den zwei Aufführungen in dieser Woche. Es wurde viel gelacht, begeistert geklatscht und mitgemacht und die Zugaberufe und der Applaus am Schluss der Veranstaltung wollten fast nicht enden. Die Grundschule hat mit den KulTürchen, das 2005 ins Leben gerufen wurde, eine Initiative gestartet, frühzeitig Talente zu fördern, die Kinder zu animieren und zu motivieren. Und dass mehr als ein Viertel der Grundschüler begeistert mitmachen, dass zeigt ihre Begeisterung aller. „Wenn man diese Kinder sieht, muss einem nicht bange sein, sondern man darf froh in die Zukunft schauen", so betonte Dieter Rieß unter dem kräftigen Beifall aller.

Als erstes zeigte die Theatergruppe der Schule das etwas andere Märchen „Der Froschschköönig" von Ingrid Graßl. Unter ihrer Leitung und der Mitwirkung von Ruth Grimm wurde in dem Stück die sehr hochnäsige und eingebildete Prinzessin auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ihr bedeuteten Nobelklamotten von Diesel, Gucci und Armani alles, sie drangsalierte ihre Zofe, was vom König gerügt und von seiner Frau mit den Worten „Und was mein Mann sagt ist richtig" bestärkt wurde, und bezeichnete den hilfreichen Frosch, der ihr ihre wertvolle Uhr aus dem Brunnen holte, als ekligen Schleimbatzen und warf ihn an die Wand. Am Ende wählte der verwunschene Prinz schließlich bei der Feier des 19. Geburtstages der Prinzessin nicht sie, sondern die „dumme" Zofe Antonia zu seiner Frau. Mitwirkende in dem Stück waren Tatjana Distier, Sandra Oertel, Juliane Dorr, Anna Sokol, Nadine Mosandl, Corinna Heßlein, Carina Kohlbauer und Leila Waldmüller.
Im Mozartjahr durfte beim KulTürchen auch eine Würdigung auf den großen Künstler nicht fehlen. Den Mozartianern Juliane Dorr, Vanessa Just und Janik Bitsch sowie Dieter Rieß gelang es ausgezeichnet, die prägnanten Stücke aus der „Zauberflöte" im Playback zur Freude aller Klassikfreunde wiederzugeben. „Wenn man mit solchen Kindern arbeiten darf, geht einem das Herz auf", so kommentierte Rieß das Talent der Schauspieler. Rektor Franz Kronenwetters Aussage in seinem einleitenden Grußwort stellte sich als goldrichtig heraus. Er hatte angekündigt, dass alle Aufführungen ihren besonderen Reiz haben und nicht besser sein könnten.
Auch mit dem dritten Programmpunkt, dem Auftritt der 78 Sängerinnen und Sänger des Schulchores, landete Rieß einen vollen Erfolg. Sie entführten die Zuhörer auf eine musikalische Reise um die Welt, sangen zunächst als gute Europäer in deutsch, englisch, französisch, italienisch, türkisch und chinesisch, machten Station nicht nur in China, in Russland, in Amerika und in Israel und feierten nicht nur Mozarts Geburtstag, sondern auch den 60. Geburtstag des Bikini.
Und damit nicht genug, sie hatten auch Boogie-Woogie-Tänzer in ihren Reihen und die Tanzmäuse ließen es krachen und legten einen Twist aufs Parkett, begeistert angefeuert vom rhythmischen Klatschen der Besucher. Sie sangen von der Sehnsucht in der Taiga, von den „Drei Chinesen mit dem Kontrabass" ebenso wie „Von den blauen Bergen" und vom „Honolulu Strandbikini" und hatten Texte in nicht weniger als sieben Sprachen im Repertoire, die alle ganz ohne Spickzettel mit voller Inbrunst dargeboten wurden.
Schwung brachte in die Aula auch die Klasse 4a als „Hoch und Deutschmeisterkapelle" mit dem Radetzky-Marsch und die Freude und Begeisterung der Kinder sprang auch auf das Publikum über. Kein Halten gab's für alle schließlich beim echten Allerschberch-Lied, in dem die Kinder sangen „Ja vu Allerschberch, dou kumma mir, aus der Grundschul, mir kenna nix derfiir. Ja, mir kenna dausnd Sachn, un mir bringa eich zum Lachn". In den Refrain „Singen yeah, yeah, jippi, jippi, yeah..." stimmten auch die Besucher kräftig mit ein. Und nach lautstarken Zugaberufen präsentierten die Schüler schließlich noch das englische Lied „l am the Musicman" und setzten damit den I-Punkt auf das überaus erfolgreich 2. KulTürchen und einen gelungenen Abend, der viel zu schnell zu Ende ging.


Mitwirkende

Die Theatergruppe unserer Schule

Tatjana Distler - Sandra Oertel
Juliane Dorr - Anna Sokol
Nadine Mosandl - Corinna Heßlein
Carina Kohlbauer - Leila Waldmüller

Leitung: Ingrid Graßl und Ruth Grimm

Mozartianer

Juliane Dorr – Vanessa Just – Janik Bitsch

Der Schulchor

mit seinen 78 Sängerinnen und Sängern
Leitung: Dieter Rieß

Die Klasse 4a

als Hoch- und Deutschmeisterkapelle

Boogie-Woogie Gang

Verena Sturm und Maxi Lukas
Laura Vogt und Tobias Grimm

Die Klasse 3b

als Tanzmäuse

Programmfolge

Der Froschschköönig
- das etwas andere Märchen von Ingrid Graßl
Theatergruppe

Reminiszenzen
an Wolfgang Amadeus Mozart
Mozartianer


Schulchor
Bruder Jakob
Drei Chinesen mit dem Kontrabass
Lied der Taiga
Kasatschok
Havah Nagila
Boogie-Woogie - Boogie-Woogie Gang
Von den blauen Bergen
Let’s twist again - Klasse 3b
Honolulu Strandbikini

Radetzky – Marsch - Klasse 4a

Ja, vu Allerschberch
Schulchor

wir wünschen viel Vergnügen


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